Die Kathedrale "St. Alexander Newsky" in Dünaburg (Daugavpils) 1943
Gruber bekam ab 1. Juni 1943 Fronturlaub und reiste in die Heimat. Bei der Heimfahrt passierte er das lettische Dünaburg (Daugavpils), wo dieses Foto entstand. Die hier von der Rückseite gezeigte orthodoxe Kathedrale "St. Alexander Newsky" wurde im Jahr 1969 abgebrochen.
Nach seinem Urlaub reiste er dann über Berlin und Insterburg auf einen Unteroffizierslehrgang nach Polen.
Dünaburg unter deutscher Besatzung: Wenn Gruber im Juni 1943 Dünaburg passierte, sah er eine Stadt, die seit 1941 unter deutscher Besatzung stand und deren Alltag durch die NS-Verwaltung und die Wehrmacht geprägt war. Dünaburg war ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt für den Nachschub der Heeresgruppe Nord und verfügte über eine der größten Festungsanlagen des Baltikums. Die Stadt war jedoch auch Schauplatz systematischer Verbrechen: In der nahegelegenen Festung wurde ein Lager für sowjetische Kriegsgefangene eingerichtet, und die jüdische Bevölkerung der Stadt wurde im Rahmen der deutschen Besatzungspolitik bis 1942 fast vollständig ermordet. Für einen Soldaten auf Fronturlaub stellte die Stadt eine logistische Drehscheibe dar; die Kathedrale "St. Alexander Newsky" im Hintergrund des Fotos stand als prägnantes städtebauliches Symbol, das später unter sowjetischer Herrschaft abgerissen wurde.
Den hinterlegten und kursiven Text lieferte im Juli 2026 die KI Gemini.


