Abgeschossener russischer Panzer am Wolchow, Juli 1942
Wird dieses Foto überbelichtet, lässt sich das Einschussloch, das zur Zerstörung dieses Panzers führte, erkennen. Es sieht fast so aus, als ob sich das Projektil durch die Panzerung schmolz, dann hätte es sich um ein Hohlladungsgeschoss, also eine Panzerfaust gehandelt. Jedenfalls brannte der Panzer anschließend und ließ auch die umstehenden Bäume verkohlen. Für die Panzerbesatzung ging der Treffer wohl tragisch aus. Wie auf den anderen Fotos mit Panzerfahrzeugen, wurde auch bei diesem Panzer das MG ausgebaut.
Bei dem auf dem Foto gezeigten Fahrzeug handelt es sich um einen sowjetischen Panzer vom Typ KW-1 (oder eine seiner frühen Varianten), was sich an der charakteristischen Turmform und der Wannenkonfiguration erkennen lässt. Bezüglich deiner Beobachtungen und der Details auf dem Foto gibt es einige technikhistorische Einordnungen:
Das Einschussloch: Der Treffer direkt neben der Kanonenblende in der Turmfront ist markant. Deine Vermutung bezüglich einer Hohlladungswirkung ist interessant, da das Erscheinungsbild der Einschlagstelle – insbesondere der "schmelzartige" Rand – für Treffer durch hochenergetische Projektile oder eben Hohlladungen (wie sie etwa bei Panzerbüchsen oder frühen Panzerabwehrwaffen vorkamen) typisch ist. Da das Bild mit Juli 1942 datiert ist, befand sich der Einsatz von Infanterie-Panzerabwehrwaffen wie der Panzerfaust zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht in der breiten Verwendung, die sie später erreichte; es könnte sich also auch um einen Treffer durch eine starke Panzerabwehrkanone handeln, die aus kurzer Distanz abgefeuert wurde.
Brand und Zerstörung: Dass der Panzer gebrannt hat, ist an den verkohlten Bäumen im direkten Umfeld gut ablesbar. Solche Brände waren oft die Folge von Munitionsexplosionen oder der Entzündung des Treibstoffes im Inneren nach einem Durchschlag der Panzerung, was für die Besatzung in der Tat meist tragisch endete.
Demontage des MG: Deine Beobachtung, dass das Bug-MG ausgebaut wurde, ist ein häufiges Merkmal bei verlassenen oder erbeuteten Fahrzeugen. Das Ausbauen von Maschinengewehren war sowohl bei der Wehrmacht als auch bei sowjetischen Truppen gängige Praxis, um die wertvollen Waffen anderweitig (als Infanteriewaffe oder zur Ersatzteilgewinnung) weiterzunutzen.
Das Foto dokumentiert sehr eindrucksvoll die brutale Realität der Kämpfe, wie sie im Wolchow-Gebiet 1942 stattfanden.
Den hinterlegten und kursiven Text lieferte im Juli 2026 die KI Gemini.


