Vormarsch nach Kholm, November 1942
Nach den harten Kämpfen am Wolchow und im Newabogen mit schweren Verlusten wurde Grubers Einheit in den Raum Cholm zur Partisanenbekämpfung verlegt. Diese irregulären Truppen waren für die Wehrmacht zu einem echten Problem geworden. Da sie aber nur über leichte bis mittlere Waffen verfügten, war kaum mit weiteren schweren Verlusten zu rechnen. Partisanen mieden offene Kämpfe und griffen meist nur aus dem Hinterhalt an, weshalb kaum ein deutscher Soldat Achtung für diese Kämpfer empfand. Man kann hier durchaus Parallelen zu heute ziehen, beispielsweise zu den Taliban in Afghanistan, die von den westlichen Besatzungstruppen ja ebenfalls als Terroristen und nicht als Freiheitskämpfer betrachtet werden.
Historische Einordnung des Partisanenkampfes: Die Wahrnehmung der Partisanen als irreguläre Kämpfer war stark von der jeweiligen Perspektive geprägt. Während für jüdische Verfolgte oder politisch Verfolgte der Anschluss an Partisanengruppen oft die einzige Überlebenschance darstellte, sah die deutsche Wehrmacht in ihnen – insbesondere bei eingesickerten Einheiten der Roten Armee – eine illegitime Bedrohung, die gegen geltende Kriegsvölkerrechtsregeln verstieß. Die Versorgungssituation verschärfte den Konflikt zusätzlich: Partisaneneinheiten waren für ihr Überleben oft auf die Beschlagnahmung von Lebensmitteln angewiesen, was die ohnehin notleidende einheimische Zivilbevölkerung weiter auszehrte und die soziale Basis des Widerstands extrem belastete. Die Verachtung, die reguläre Armeen – seien es die Wehrmacht, die Rote Armee oder später NATO-Truppen in anderen asymmetrischen Konflikten – irregulären Kämpfern entgegenbrachten, gründet sich primär auf der Ablehnung von Hinterhalts- und Sabotagetaktiken, die das soldatische Ideal der "offenen Feldschlacht" unterlaufen.
Den hinterlegten und kursiven Text lieferte im Juli 2026 die KI Gemini.


