Wolchow Feldwebel T. 7. Kompanie, beim schießen von Propagandamunition, Juli 1942
Bei dem Gerät, auf das Feldwebel Traber hier einschlägt, handelt es sich um eine sogenannte Propagandabüchse (oder auch Flugblattwerfer-Rohr).
Die ab Januar in die deutschen Linien am Wolchow eingebrochene sowjetische 2. Stoßarmee war im Juni 1942 eingekesselt worden und wurde weitgehend aufgerieben. Sehr wahrscheinlich regneten die hier verschossenen Flugblätter über Reste dieser Einheiten, um sie zur Aufgabe zu bewegen.
Das Rohr, das im Boden steckt, dient als Mörser. Es war meist ein einfaches, glattes Metallrohr.
In dieses Rohr wurde eine spezielle Flugblattgranate eingelegt. Diese Granate hatte keine Sprengwirkung im klassischen Sinne, sondern eine Treibladung, die den Kopf der Granate in einer bestimmten Höhe (über einen Zeitzünder) absprengte, damit sich die Flugblätter über dem Zielgebiet verteilen konnten.
Oft waren diese improvisierten Werfer so konstruiert, dass sie durch einen Schlag auf einen Zündbolzen oder eine mechanische Vorrichtung am Boden des Rohres (oder in diesem Fall möglicherweise durch ein manuelles Auslösen am oberen Rand, falls es ein sehr primitives Modell ist) gezündet wurden. Es sieht auf dem Foto so aus, als würde er den „Schlagbolzen“ mit einem schweren Gegenstand oder einem speziellen Werkzeug manuell betätigen.
Den hinterlegten und kursiven Text lieferte im Juli 2026 die KI Gemini.


