Regiments-Friedhof am Wolchow

Ein Offizier geht durch drei Reihen Gräber des Regiments Friedhofs in einem sumpfigen Waldstück am Wolchow 1942.

Etwa ein Jahr später sollte Gruber die Kämpfe am Wolchow als ihre "bisher schwersten" bezeichnen. Seine Aufnahme hier zeigt den Friedhof seines Regiments. Üblicherweise wurden solche Kriegsgräber später in zentrale Friedhofsplätze verlegt - sofern das Gebiet bis dahin nicht in feindliche Hände geriet.

Die Kämpfe am Wolchow zwischen Januar und Juni 1942, in denen auch Lothar Gruber eingesetzt war, waren durch extrem hohe Verluste gekennzeichnet, insbesondere auf sowjetischer Seite.

Hier ist eine Zusammenfassung der Verluste in diesem Zeitraum:

Sowjetische Verluste:
Die sowjetische 2. Stoßarmee wurde im Rahmen der Kesselschlacht am Wolchow (bzw. der Schlacht um Ljuban) nahezu vollständig aufgerieben.
Vom 7. Januar bis zum 30. April 1942 verlor die sowjetische Wolchow-Front (inklusive der 2. Stoßarmee) insgesamt 308.367 Soldaten. Davon waren 95.064 Gefallene oder Vermisste und 213.303 Verwundete oder Kranke.
Bei den finalen Ausbruchsversuchen im Juni 1942 starben weitere 14.000 bis 20.000 Rotarmisten. Von der gesamten 2. Stoßarmee überlebten und gerieten nur etwa 32.000 Mann in Gefangenschaft.

Deutsche Verluste:
Die deutschen Verluste waren im Vergleich zu den sowjetischen deutlich geringer, da die Wehrmacht aus befestigten Stellungen agierte.
Als Beispiel für die Belastung einzelner Einheiten: Die 126. Infanterie-Division beklagte zwischen November 1941 und Juli 1942 insgesamt 961 Tote, 3.119 Verwundete, 180 Vermisste und 1.633 Frosterkrankte.
Insgesamt liegen für die deutschen Einheiten an diesem Frontabschnitt zwar keine so präzisen Gesamtzahlen vor wie für die sowjetische Seite, doch der "ständige blutige Gefahrenherd" forderte auch hier zehntausende Opfer an Gefallenen, Verwundeten und durch Kälte Erkrankten.

Das von dir gezeigte Foto des Regimentsfriedhofs ist ein typisches, aber bedrückendes Dokument dieser Zeit. Oft wurden solche improvisierten Grabstätten nach der Schlacht in größere Sammelgräber überführt, sofern die taktische Lage und der weitere Frontverlauf dies zuließen. Der Bereich um den Wolchow blieb jedoch aufgrund der Sumpflandschaft und der anhaltenden Kämpfe für viele Soldaten ein Ort, der bis heute als unübersichtliches „Leichenfeld“ gilt.

Den kursiv dargestellten Text lieferte im Juli 2026 die KI Gemini