Durch Nachfragen zu meiner
Weltkriegs-Fotoseite bin ich darauf aufmerksam gemacht worden,
daß ich ich fast überhaupt nichts über den
Hintergrund der Fotografien wusste. Ja, bevor ich die Fotos ins
Netz stellte, wusste ich nicht einmal wo der Wolchow war, denn nie
habe ich mich besonders für das Militär oder Russland
interessiert. Zwar wusste ich von der Belagerung von Leningrad, als
Kind habe ich auch Auszüge aus einem Buch über die
entsetzlichen Zustände während der 900 Tage der
Belagerung gelesen, doch über die militärischen Aktionen
dort war ich nicht informiert. Was ich erfahren habe und noch
erfahren werde, will ich auf dieser Seite
zusammentragen. Für den einen oder anderen Tipp
wäre ich dankbar! Die Links auf
dieser Seite werden voraussichtlich nicht sehr oft aktualisiert
werden, deshalb bitte ich um Nachsicht für den einen oder
anderen toten Link. |
Als erstes die Frage, bei welcher
Einheit hat Lothar Gruber
(der Autor der Tagebücher und Bilder) gedient? Die Angaben im
Tagebuch sind eher diffus, da keine Division genannt wird, und auch
manche Namen in den Bildtiteln und im Tagebuch falsch
geschrieben bzw. ungenau sind.
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| Ganz sicher ist, daß er bei
der Heeresgruppe Nord eingesetzt war. |
| Zumindest in Bezug auf die im Tagebuch erwähnte
Artillerie kann ich einen
vollen Erfolg verbuchen. Die Art. gehörte zum Artillerie-Regiment 193, sowohl die
erwähnte französische 15,5 cm Batterie wie auch die
Angaben über den ersten Schneefall 1941 stimmen
überein. |
Bei der Division dürfte es sich um die
93. Infanteriedivision handeln. Dafür
spricht Kommandeur (ab 1.10.43) Generalleutnant Karl Löwrick,
im Tagebuch erwähnt als Empfänger des Eichenlaubes, "Reg.
Kdr. Oberst Löverik" (am 17. Mai 43). Diese Personen
dürften identisch sein wenn Löwrik zwischenzeitlich
befördert wurde.
Dazu erhielt ich folgenden Hinweis (Danke nach Vienna!), den ich im
Folgenden wiedergebe:
"Mit einiger Sicherheit handelt es sich um die 93. ID, die eine
bestimmte Zeit im Verband des XXVI. AK, kämpfte. Kdr. waren
einerseits GL Otto Tiemann und vom AK Gen. Wodrig." |
| Beim Regiment
herrscht keine völlige Klarheit. Es dürfte das 272. Grenadier-Regiment sein, auch diese Info
kam durch den Tipp. |
Auch beim Battallion ist die Sache durch den
Hinweis klarer geworden. Es existiert ein noch
unveröffentliches Foto mit der Beschriftung: "Verleihung des
Ritterkreuzes an Major Müller Okt 42".
Ein Major Walter Müller war Kdr. II/272
GrenRegiment und erhielt am 21.10.1942 das Ritterkreuz. |
Die Reste des 272. Grenadier Regiments wurden
im Februar 1945 aus dem Kessel nach Pillau verladen.
Siehe "Kurlandkessel" |
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Nun zur Geographie. |
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| Der Fluß
Wolchow. |
| Die erwähnten Orte, Seen und Flüsse (auch der
unveröffentlichten Fotos): |
Koplino ->
Kolpino
Oranienbaum
"Doppelname" ist ein Spitzname für: Troitza Schawitza
Owinovo oder Awinovo
Dno
Pustinky
Petrowo
Krasnoje-Selo
Newa
Newa-Bogen
Szablino ->
Sablino
Sankowa
Tigoda (Fluß) |
Peterhof
Gostilizy
Welikije-Suki -> Welikije
Luki
Bol Kamenka
Loknya
Barki
Dunajewo
Wolchow (Fluß)
Ljuban
Tossna (Fluß & Stadt) -> Tosno (Stadt) Tosna
(Fluß)
Iwanowskoje
Narva
Lawolosstje
Tigoda-Brücke
|
Wetno
Cholm
Porozk
Woronino
Novaija
Pleskau
Lkrekino (auch Lrekino)
Peipas-See
Krassni-Bor -> Krasnij
Bor
Neva
Luga (Fluß)
Luban
Trachowschtschina-Sowat
Chablino (Choblino) ->
Sablino |
|
-> Für die
Berichtigungen Dank an Serge! |
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Bei der in
der Feldpost und dem Kriegstagebuch 1943 erwähnten
Unteroffiziersschule in "Deba" Polen, handelt es sich um den
auch heute noch von den polnischen Streitkräften genutzten
Truppenübungsplatz im
heutigen Nowa Deba.
Unklar bleibt, auf was sich die Passage der Feldpost aus Deba - vom
26.8.43 bezieht:"... denn wer weiss für was es gut gewesen
ist. Ich darf Dir das jetzt noch nicht schreiben, was hier passiert
ist, aber ich danke Gott, dass ich nicht mit dabei war."
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Die sowjetische Seite, gibt
es deutschsprachige Berichte und wie werden die damaligen
Ereignisse heute gesehen? |
| Der andere
der beiden größten Verbrecher der Menscheitsgeschichte
hat seine offiziellen Reaktionen auf den Angriff Hitlers in seinen
"Werken" (die schriftlichen sind gemeint, nicht die der
millionenfachen Ermordung und Verschleppung missliebiger
Volksgruppen) verewigt. Wer es sich denn antun will... PDF-0,7
MB. |
| "Stalins
Beiträge zur marxistisch-leninistischen Militärtheorie
und Militärpolitik 1943". Aus "offensiv - Zeitschrift
für Sozialismus und Frieden" Heft 5-04. (Ein Hohelied auf den
Massenmörder. Auch nicht ganz ernst zu nehmen, aber trotz dem
die Leningrader Front nur am Rande erwähnt wird, interessant
weil es der offiziellen Geschichtsdarstellung der UdSSR und wohl
zum Teil auch der heutigen GUS entspricht.) |
| Ein Interview
des "Stern" mit Alexander Jakowlew, der ebenfalls am Wolchow
gekämpft hat. |
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Wie sahen die Militärischen
Operationen in diesem Gebiet aus und was geschah im
belagerten Leningrad? |
| Eine
einleitende kurze Zusammenfassung der Operation "Barbarossa". Bei dieser Seite lohnen sich auch
weitere Klicks! |
| Bei der Frage
ob der Überfall auf die UdSSR ein Präventivkrieg war, haben die Gegner dieser These
die Oberhand behalten, doch war bei dem Charakter der beiden
Diktatoren ein Krieg früher oder später wohl
unvermeidlich. Hitler sah einfach den Zeitpunkt als für ihn
günstig an. Die von Stalin durch Mord ihrer Führungselite
beraubte "Rote Armee" konzentrierte in geradezu dilletantischer
Weise im grenznahen Raum ihre Kräfte, dies war jedoch keine
Vorbereitung für einen Angriff. Das erklärte Ziel von
Fall 21 "Barbarossa" war auf jeden Fall die Eroberung von
"Lebensraum", die ansässige Bevölkerung sollte entweder
verhungern oder nach Sibirien umgesiedelt werden. |
| Operative Planungen der Wehrmacht für den Krieg
gegen die Sowjetunion |
| Die Tragödie von Leningrad ein Aufsatz aus
einer Wochenendbeilage der "Westfälischen
Rundschau". |
| Ein
stiller Völkermord, ein Artikel der "Zeit" über die
Belagerung Leningrads. |
| Der Name
Wolchow ist auch mit dem Namen Andrei Andrejewitsch Wlassow und dem tragischen
Schicksal der "Wlassov-Armee" verknüpft. |
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Stellvertretend das Einzelschicksal eines Soldaten im
Zweiten Weltkrieg der den Krieg überlebt hat. |
Der Russlandfeldzug 1941–1945 bei
Wikipedia.
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| Das Unternehmen
Barbarossa von Wigbert Benz zeigt, daß schon mit der
Planung des Feldzuges der Hungertod von bis zu 30 Millionen
Sowjetbürgern billigend in Kauf genommen wurde. |
"Stahlkolosse" ein Beitrag des "Ära - Das
Magazin für Geschichte" über Panzertypen und
-entwicklung.
"Tiger"-Panzer kamen erstmals am Wolchow zum Einsatz. Der Artikel
zeigt auch die völlige Unterschätzung der sowjetischen
industriellen Leistungsfähigkeit seitens der deutschen
Führung. |
| Die Bilanz. Die Angabe der Toten des Krieges
schwankt stark. Vor allem die Zahlen aus der ehemaligen Sowjetunion
sind nicht zuverlässig. Auch kamen Millionen Menschen noch
nach dem offiziellen Kriegsende in alliierter Kriegsgefangenschaft
und durch die Vergeltungsmaßnahmen Stalins an ehemaligen
kriegsgefangenen Sowjetsoldaten und der Verschleppung ganzer
Völker, die im Verdacht der Kollaboration mit den Deutschen
standen, ums Leben. Dazu zählt auch die verschwundene, teils
unter Gewaltanwendung seitens der Westallierten an Stalin
ausgelieferte Wlassow-Armee. |
| Weitere Infos |
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"Goldschätzchen, stell
Dir doch einmal vor, der Krieg sei aus"
Liebesbriefe und
Tagebücher von der Front
10 Abbildungen 140 Seiten Quellen siehe dort.
(Kostenloser Download)
1,8 MB |
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| Zeittafel für
den Einsatz des Soldaten Gruber an der Ostfront |